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»Bürgerorientierte Verwaltungssprache«

Pilotprojekt der Gesellschaft für deutsche Sprache mit der Landeshauptstadt Wiesbaden (Projektgruppe »Klartext in Wiesbaden«)



Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden

Dr. Helmut Müller, Oberbürgermeister der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden, initiierte gemeinsam mit der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ein Pilotprojekt mit dem Ziel, Verwaltungssprache für Bürgerinnen und Bürger verständlicher zu machen.

»Klartext in Wiesbaden«, eine Projektgruppe, die seitens der Stadt Wiesbaden von Monika Rubbel, Personal- und Organisationsamt, geleitet wird, arbeitet jetzt mit der GfdS an einer bürgernahen Amts- und Verwaltungssprache. Dabei geht es zum Beispiel um:

Amtsbriefe
Formulare
Bescheide
Internettexte



Prof. Dr. Karin M. Eichhoff-Cyrus, Geschäftsführerin der GfdS, Dr. Gerhard Müller (links) und Dr. Lutz Kuntzsch, wissenschaftliche Mitarbeiter der GfdS

Diese sollen für Bürgerinnen und Bürger verständlicher werden und damit zum Bürokratieabbau beitragen sowie die Effizienz der Verwaltung steigern, weil so Rückfragen und Beschwerden minimiert werden.

Die Projektziele stehen auch im Zusammenhang mit dem intensiven Reformprozess der Verwaltung, den die Stadt Wiesbaden seit 1998 umsetzt (»Von der Behörde zum modernen Dienstleistungsunternehmen«) und in dem es um eine allgemeine Verbesserung der Qualität der Dienstleistungen der Ämter geht.

Die GfdS als Projektpartnerin, mit wissenschaftlicher Unterstützung des Zentrums für Rechtslinguistik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, bietet den Angestellten der städtischen Ämter in Wiesbaden Sprachberatung Sprachberatung und den Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Seminare zum Thema bürgernahe Verwaltungssprache. Die Seminare hält Dr. Lutz Kuntzsch, Leiter der Sprachberatung der GfdS.



Projektgruppe der hessischen Landeshauptstadt: »Klartext in Wiesbaden«

Erfahrungen im Bereich Rechtssprache hat die GfdS seit 1966. Seitdem gibt es den Redaktionsstab der Gesellschaft für deutsche Sprache beim Deutschen Bundestag, der Rechtstexte sprachlich überarbeitet. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit dem Germanistischen Institut der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Zentrum für Rechtslinguistik).

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30.09.2010, 18.30 Uhr, Luxemburg
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