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Aktuelle Preisaufgaben

Preisaufgabe aus Der Sprachdienst, Heft 3/2010

Viele Wörter haben mehrere Bedeutungen und mehrere Verwendungsweisen. Häufig ist es einfach, diese miteinander in Beziehung zu bringen. So kann das Wort Birne sowohl eine Frucht bezeichnen als auch den Baum, der die Frucht trägt, oder eine Glühlampe, deren Form der Birnenfrucht ähnelt.

Allerdings gibt es auch den Fall, dass ein und dasselbe Wort in so unterschiedlichen Verwendungen auftritt, dass man die eine mit der anderen kaum noch in Beziehung setzen kann. Als Beispiel möge hier das Verb auftragen dienen: Es ist sicher ein Unterschied, ob man eine Salbe auf die Haut oder Farbe auf eine Wand aufträgt, aber noch nachvollziehbar, dass beide Vorgänge mit dem gleichen Wort bezeichnet werden. In beiden Fällen wird eine Substanz (Salbe oder Farbe) auf einer Fläche gleichmäßig verteilt. Auch die inhaltliche Beziehung zwischen auftragen und dem Substantiv Auftrag ist recht deutlich, wenn etwa jemand einem Kind aufträgt, Brot und Eier einzukaufen. Wenn ein Kind allerdings die Kleider älterer Geschwister aufträgt (sprich: so lange trägt, bis die Kleidung entweder unbrauchbar ist oder nicht mehr passt), ist es schon wesentlich unklarer, in welcher Beziehung diese Verwendung von auftragen zu den anderen genannten steht.

Wenn Ihnen noch andere Beispiele dieser Art ein- oder auffallen, bitten wir Sie, Ihre Funde bis zum 31. Oktober 2010 einzusenden an:

Gesellschaft für deutsche Sprache
Spiegelgasse 13
65183 Wiesbaden
E-Mail: sprachdienst@gfds.de


 

Jahrespreisaufgabe 2010

Auch im Jahr 2010 möchten wir alle Leserinnen und Leser auffordern, sich an der Sammlung der Wörter des Jahres zu beteiligen. Interessiert sind wir an Wörtern, die im Laufe des Jahres besonders in Erscheinung treten, in neuen Bedeutungen verwendet werden oder besonders präsent sind.

Senden Sie uns Material (bitte mit genauer Angabe der Quelle, inklusive Seitenzahl) bis zum 1. Dezember 2010 an:

Gesellschaft für deutsche Sprache
Spiegelgasse 13
65183 Wiesbaden
E-Mail: sprachdienst@gfds.de

 

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07.09.2010, 16 Uhr, Woronesch
Dr. Stephan Walter, Germersheim
Bildungsfrühling, Bologna-Prozess und Europäischer Referenzrahmen. Aktuelle Lexik und die Möglichkeiten ihrer Übersetzung.

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28.09.2010, 19.30 Uhr, Aachen
Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener, Leipzig
Die Sprache des aktuellen Rechtsextremismus

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