VeranstaltungenRedaktionsstab beim Deutschen BundestagRedaktionsstab RechtsspracheWir über unsAktionenSprachberatungVornamenZweige (In-/Ausland)PublikationenSeminarePressePressemitteilungen19.02.10 | Internationaler Tag der Muttersprache18.02.10 | Vornamen 200926.01.10 | Medienpreise 201018.12.09 | Wort des Jahres 200906.11.09 | Ausschreibung »Medienpreis 2010«17.03.09 | Redaktionsstab Rechtssprache eingerichtet27.02.09 | Vornamen 200821.02.09 | Tag der Muttersprache 200911.12.08 | Wort des Jahres 200826.10.08 | Internationales Symposion13.06.08 | Einstellung der Deutschen zur Sprache28.04.08 | Medienpreise 200821.02.08 | Tag der Muttersprache 200815.02.08 | Vornamen 200721.12.07 | Medienpreis für Sprachkultur 200807.12.07 | Wort des Jahres 200711.09.07 | GfdS übernimmt Vorsitz im Deutschen Sprachrat13.02.07 | Vornamen 200611.01.07 | 60 Jahre GfdS15.12.06 | Wort des Jahres 200614.10.06 | »Ausgewanderte Wörter«: Das Buch06.05.06 | Medienpreis für Sprachkultur 200606.05.06 | Rhomberg-Preis 200621.02.06 | Verständlichkeit von Rechtssprache10.02.06 | Vornamen 200516.12.05 | Wort des Jahres 2005PressespiegelFörderkreisLinksKontaktImpressum

Pressemitteilung vom 13. Februar 2007

Die beliebtesten Vornamen 2006: Marie und Sophie behaupten ihre Vorrangstellung, Leon hat den früheren Spitzenrang zurückerobert

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (Wiesbaden) hat wieder – wie regelmäßig seit 1977 – die im Vorjahr in Deutschland am häufigsten vergebenen Vornamen ermittelt. Die Auswahl stützt sich auf die Auswertungen einer bundesweiten und repräsentativen Anzahl von 180 Standesämtern (mehr als in früheren Jahren), wobei alle Regionen und alle Landeshauptstädte sowie viele kleinere Städte und Ortschaften berücksichtigt werden konnten.

Hier die jeweils ersten zehn Mädchen- und Jungennamen (in Klammern die Positionen des Jahres 2005):

Jungen 
 
    
Mädchen 
 
1. Leon (3) 
6. Luca (5) 
 
1. Marie (1) 
6. Lena (6) 
2. Maximilian (2) 
7. Tim (9) 
 
2. Sophie/Sofie (2) 
7. Emily (7) 
3. Alexander (1) 
8. Felix (8) 
 
3. Maria (3) 
8. Johanna (14) 
4. Lukas/Lucas (4) 
9. David (10) 
 
4. Anna, Anne (4) 
9. Laura (10) 
5. Paul (6) 
10. Elias (11) 
 
5. Leonie (5) 
10. Lea/Leah (8) 

(Maria und Marie sind getrennt gezählt, da sie sich, anders als Anna/Anne, Lea/Leah oder Lukas/Lucas, in der Silbenzahl unterscheiden.)

Bei den Mädchennamen herrscht im Hinblick auf die ersten sechs Plätze Kontinuität; dies war in den Vorjahren ähnlich. Marie ist der seit 1999 von den Eltern am meisten bevorzugte Mädchenname. Auch Sophie, Maria, Anna, Leonie und Lena haben ihre vorderen Plätze halten können. Marie und Sophie stehen mit weitem Abstand an der Spitze, die Abstände zwischen den Plätzen sieben bis zehn sind relativ gering. Marie und Sophie sind allerdings vor allem als Zweitnamen sehr beliebt, so dass ihr Spitzenplatz nicht auf den Rufnamen schließen lässt. Neu in der Spitzengruppe ist Johanna. Dieser Name war allerdings in den letzten Jahren schon recht beliebt (2005: 14., 2004: 10. Rang).

Bei den Jungennamen hat Leon die Spitzenposition von 2001 zurückerobert. Die Popularität von Alexander und Maximilian ist nicht gebrochen, doch etwas zurückgegangen. Die Beliebtheit dieser Vornamen ist außergewöhnlich; seit 1997 stehen sie auf vorderen Plätzen oder ganz oben. Auf den Rängen vier bis sechs behaupteten sich Lukas, Paul und Luca. Tim und Felix kamen in den Vorjahren schon häufig vor, ebenso Elias, der nun in die Spitzengruppe aufgerückt ist (2005: 11., 2004: 14. Rang).

Generell wandelt sich die Vornamenmode nur langsam, von Jahr zu Jahr gibt es lediglich geringe Verschiebungen. Vor dreißig Jahren aber standen z. B. Stefanie, Nicole und Christine bzw. Andreas, Markus und Michael ganz vorne, Vornamen, die heute nicht unter den ersten fünfundzwanzig zu finden sind.

Vornamen, die immer häufiger vergeben werden, ohne dass sie schon die Spitzengruppe erreichen konnten, sind Amelie, Charlotte, Emma, Hannah/Hanna, Luise/Louise und Finn/Fynn, Jakob, Luis/Louis, Noah, Simon.

Der Jungenname Benedikt, der 2005 mehr als doppelt so oft vorgekommen war wie im Jahr 2004, ist nicht mehr so häufig vergeben worden.

Dass sog. »Großväternamen« in der Beliebtheit, wie Anfang Januar von anderer Seite gemeldet, sehr zunehmen, ist aufgrund der vorliegenden umfangreichen und regional ausgewogenen Daten nicht zu bestätigen; hier liegt, um es modisch auszudrücken, ein »gefühlter« Trend vor. Nur selten sind etwa Friedrich, Ludwig, Siegfried und Wilhelm bzw. Ernestine, Henriette, Rosalie oder Wilhelmine zu beobachten.

Der ausführliche Namenbericht wird in der GfdS-Zeitschrift Der Sprachdienst erscheinen (Heft 2/2007).

Kontakt: Dr. Gerhard Müller, GfdS Wiesbaden, Tel. 0611 99955-20, E-Mail: mu@gfds.de

Eine Liste von jeweils 200 Mädchen- und Jungennamen, die im Jahr 2006 in Deutschland am häufigsten vergeben wurden, ist bei der Gesellschaft für deutsche Sprache erhältlich. Diese Aufstellung geht über die zehn »Spitzenreiter« weit hinaus. Sie enthält weitere Platzierungen, darüber hinaus viele andere, auch seltenere Vornamen.

Die Liste kann gegen 5 EUR bezogen werden. Bitte vorab überweisen und per E-Mail an mu@gfds.de Name und Postanschrift mitteilen.

Bankverbindung:

Nassauische Sparkasse
BLZ 510 500 15
Konto: 100 069 113
Betreff/Zahlungsgrund: Vornamenliste 2005

Auch die Vornamenliste 2004 und die Vornamenliste 2005 können zu je gleichen Konditionen von uns bezogen werden. Wir bitten Sie, den Betreff/Zahlungsgrund auf der Überweisung entsprechend auszufüllen.

[!] Suche

[!] Nächste Termine

12.03.2010, 17 Uhr, London, Zweiggründung
Prof. Dr. Rudolf Hoberg, Berlin
Sprache und Öffentlichkeit
Wie denken die Deutschen über ihre Muttersprache, über Fremdsprachen und über die Sprachsituation in Europa?


[mehr]

15.03.2010, 17 Uhr, São Paulo
Prof. Dr. Winfried Ulrich, Kiel
Sprachspiel und Witz aus linguistischer Sicht

[mehr]



[!] Pressemitteilungen