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Pressemitteilung vom 27. September 2012

Trendumfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache:
Deutsche sind glücklich mit ihrem Vornamen


Die Menschen in Deutschland mögen ihren Vornamen, die große Mehrheit der Befragten, knapp drei Viertel, ist mit dem eigenen Vornamen uneingeschränkt zufrieden.
Das ergab eine Umfrage der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mit 133 Personen, die auf verschiedene Altersgruppen zwischen 15 und 70 Jahren verteilt sind.
Vor allem die 25- bis 29- und die 50- bis 59-Jährigen haben keinerlei Einwände gegen ihren eigenen Namen. Als häufigste Gründe für die Zufriedenheit wurden der Klang (weich, harmonisch, melodisch, passend zum Nachnamen etc.), die relative Seltenheit und auch die internationale Verständlichkeit bzw. Gebräuchlichkeit des Namens genannt. Auch die Bedeutung, die Länge bzw. Kürze und die Zeitlosigkeit bzw. Traditionalität spielten für die Befragten eine Rolle, um den eigenen Namen als „einfach schön“ zu bewerten, ebenso dass der Name zeitgemäß, also typisch für die eigene Generation sei. Ein weiteres wesentliches Kriterium war, dass der Name zur eigenen Person passe und somit Teil der eigenen Identität sei. Doch auch persönliche Hintergründe wie positive Assoziationen, die Spitznamen und Abkürzungen, die vom Namen abgeleitet werden, und dass der Name den Eltern gut gefallen habe, wurden als Begründung angegeben.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache befasst sich bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1947 intensiv mit Vornamen, seit 1977 gibt sie die jährliche Liste der beliebtesten Vornamen heraus und sie berät Eltern und Standesämter bei der Vornameneintragung. Im Vordergrund steht dabei das Wohl des Kindes, aber auch der Vornamencharakter und die Geschlechtseindeutigkeit.

Neben der großen Zufriedenheit mit den Namen ergab die Trendumfrage ebenso, dass sich gut ein Drittel der Befragten vorstellen könnte, einen anderen Vornamen zu tragen, während zwei Drittel keinesfalls einen anderen Namen möchten. Die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen lehnt eine Namensänderung am stärksten ab, dicht gefolgt von der Gruppe der 25- bis 29-Jährigen. Auch die älteren Teilnehmenden in den Gruppen der 60- bis 69- und der über 70-Jährigen möchten keinen anderen Vornamen tragen. Am ehesten können sich dies die 15- bis 19-Jährigen sowie die mittleren Generationen der 30- bis 39- und 40- bis 49-Jährigen vorstellen.

Auch die Anzahl der Vornamen variiert: So hat gut die Hälfte der Befragten nur einen Namen, während knapp ein Drittel zwei Namen trägt und die übrigen Teilnehmenden sogar drei oder mehr Namen besitzen. Personen der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen tragen dabei von allen Befragten am häufigsten einen Einzelnamen, die 50- bis 59-Jährigen haben am häufigsten zwei Namen und die 60- bis 69-Jährigen stellen jene Personengruppe dar, die am häufigsten mehr als zwei Namen besitzt.

Während etwa 20 % der Befragten mit dem eigenen Vornamen immerhin weitgehend zufrieden sind, geben nur 10 % der Teilnehmenden an, mit dem Namen ganz und gar unzufrieden zu sein; hierunter ist die Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen am stärksten vertreten. Als häufigste Gründe für die Unzufriedenheit wurden der Klang – zu hart, zu spitz etc. –, das häufige Vorkommen und negative Assoziationen mit dem Namen genannt. Eine Rolle spielte außerdem, dass einige Vornamen häufig buchstabiert werden müssten, da sie kaum bekannt seien oder eine ungewöhnliche Schreibung aufweisen. Eine schwierige Aussprache ist ebenfalls ein Grund für Unzufriedenheit. Auch unschöne Abkürzungen oder Verniedlichungen störten einige Befragte, andere empfanden ihren Namen schlicht als „altmodisch“.

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