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Aktuelle Preisaufgaben

Preisaufgabe aus Der Sprachdienst Heft 3/2013

Mit der Sprache der Werbung sind wir alle mehr oder minder freiwillig tagtäglich konfrontiert. Wir entkommen ihr nicht, ganz gleich ob wir Zeitung lesen, das Radio oder den Fernseher einschalten oder einfach durch die Stadt gehen. So kennen alle Menschen auch viele Werbeslogans, und an der Werbesprache entzündet sich immer wieder ein gehöriges Maß an Sprachkritik. Hier seien nur einmal drei häufig gehörte Vorwürfe genannt:

• zu englisch: »Come in and find out« (eine Parfümeriekette), »Powered by emotion« (ein privater Fernsehsender)

• zu ungrammatisch: »Soo! muss Technik« (ein Unternehmen für Unterhaltungs- und Hauhaltselektronik), »Da werden Sie geholfen« (eine Telefonauskunft)

• zu plump-anbiedernd »Wohnst du noch oder lebst du schon?« (ein Möbelhaus)

Bei allem Ärger über bestimmte Eigenschaften von Werbesprache kann man jedoch auch feststellen, dass manche Slogans sich im allgemeinen Sprachgebrauch etabliert haben, etwa »Quadratisch, praktisch, gut«, mit dem ursprünglich ein Schokoladenhersteller warb, der sich aber mittlerweile im Wortlaut oder mit Variationen auch in Zeitungsüberschriften findet. Überhaupt ist die Sprache der Werbung natürlich häufig sehr kreativ, zielt sie doch darauf ab, Aufmerksamkeit auf die Werbung und die beworbenen Produkte zu ziehen. Das gelingt natürlich nicht immer gleichermaßen gut.

Wir möchten nun in dieser Preisaufgabe der allgegenwärtigen Kritik an Werbesprache etwas entgegensetzen und von Ihnen wissen, welche Werbesprüche und -slogans Sie besonders gelungen finden und welche Sie vielleicht sogar in Ihre Alltagssprache übernommen haben oder bereits regelmäßig hören oder lesen.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge bis zum 30. September 2013 an:

Gesellschaft für deutsche Sprache
Spiegelgasse 13
65183 Wiesbaden
E-Mail: sprachdienst@gfds.de

Preisaufgabe aus Der Sprachdienst, Heft 2/2013

Es gibt vielerlei sprachliche Moden, die wie Kleidermoden kommen und gehen. Oft werden sie von kritischen Sprachbenutzerinnen und -benutzern nicht besonders geschätzt. Manch andere werden hingegen kaum bemerkt und orientieren sich manchmal an recht traditionellen Bildungen. Ein Beispiel hierfür sind Wortbildungen mit der Endung -esk, die auf die romanischen Wurzeln -esco (italienisch) bzw. -esque (französisch) zurückgehen. Ganz traditionelle Beispiele im Deutschen sind Wörter wie grotesk oder clownesk. Die Bedeutung dieser Bildungen lässt sich umschreiben mit ›in der Art von/eines/einer‹, also etwa »eine Vorstellung in der Art eines Clowns« ist clownesk. Etwas verdunkelter kommt die Bildung grotesk daher, die bedeutet ›in der Art der Groteskenmalerei‹ (s. Jacob und Wilhelm Grimm: »Deutsches Wörterbuch«, Leipzig 1935, Bd. 4, Sp. 591 ff.). Charakteristisch für die Endung -esk ist jedoch insbesondere, dass sie sich mit Eigennamen verbindet. Das prominenteste Beispiel dürfte kafkaesk sein, dessen Bedeutung das »Deutsche Universalwörterbuch« von Duden (Mannheim 2011, S. 953) auf zweierlei Weise beschreibt, nämlich: ›in der Art der Schilderungen Kafkas‹ oder aber ›auf unergründliche Weise bedrohlich‹. Deutlich ist bei allen diesen Bildungen in allen Bedeutungsvarianten, dass sie – nicht nur wegen des lateinisch-romanischen Ableitungsbestandteils – deutlich bildungsbürgerlich geprägt sind. Das Wort kafkaesk wird man wohl weder in der einen noch in der anderen Bedeutung verstehen oder benutzen können, ohne jemals etwas von Frank Kafka gelesen zu haben. Aktuell erleben nun Bildungen auf -esk eine gewisse Konjunktur mit Eigennamen, die auf aktuelle politische Debatten zurückgehen und keineswegs auf (moderne) literarische Klassiker.

Ein berühmtes Beispiel ist die Bildung sarrazinesk, abgeleitet vom Namen des ehemaligen Berliner Finanzsenators Thilo Sarrazin, der mit einem Buch zum Thema Migration und einem weiteren zur Kritik am Euro viele Schlagzeilen gemacht hat. Wir möchten Sie nun bitten, uns aktuelle Ableitungen dieser Art einzusenden.

Bitte schicken Sie Ihre Funde bis zum 30. Juni 2013 an:
Gesellschaft für deutsche Sprache
Spiegelgasse 13
65183 Wiesbaden
E-Mail: sprachdienst@gfds.de

Jahrespreisaufgabe 2013

Auch im Jahr 2013 möchten wir alle Leserinnen und Leser auffordern, sich an der Sammlung der Wörter des Jahres zu beteiligen. Interessiert sind wir an Wörtern, die im Laufe des Jahres besonders in Erscheinung treten, in neuen Bedeutungen verwendet werden oder besonders präsent sind.

Senden Sie uns Material (bitte mit genauer Angabe der Quelle, inklusive Seitenzahl) bis zum 1. Dezember 2013 an:

Gesellschaft für deutsche Sprache
Spiegelgasse 13
65183 Wiesbaden
E-Mail: sprachdienst@gfds.de

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20.06.2013, 15 Uhr, Paris
Prof. Dr. Annette Sabban, Hildesheim
Flüchtige Figuriertheit

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20.06.2013, 19  Uhr, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser, Frankfurt am Main
Warum Zeppeline fahren und nicht fliegen
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