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Auflösungen älterer Preisaufgaben

»Hier irrt Goethe«

(Preisaufgabe aus Heft 3/2007)

In Heft 3/2007 hatten wir die Frage nach der Herkunft des geflügelten Wortes »Hier irrt Goethe« gestellt. Besonders umfangreiche Recherchen erreichten uns von Dr. Anton Karl Mally. Trotz großen philologischen Eifers konnte auch er das Rätsel nicht vollständig lösen, fand jedoch hochinteressantes Material.

So förderte die Suche viele Hinweise auf den schon in der Preisaufgabe angesprochenen Philologen Heinrich Düntzer zutage, dem diese Äußerung vielfach zugeschrieben wird. Angeblich stehe der Satz »Hier irrt Goethe« als Fußnote in den von Düntzer herausgegebenen Gesammelten Werken Goethes (so heißt es u. a. in der Internetenzyklopädie Wikipedia). Dr. Mally stellte bei seiner Suche jedoch fest, dass es in der betreffenden Goethe-Ausgabe gar keine Fußnoten gibt.

Allerdings hat Heinrich Düntzer Johann Wolfgang von Goethe an anderer Stelle in der Tat zwei Mal des Irrtums geziehen. Die Formulierungen, die Düntzer nachzuweisen sind, lauten »Dies/Das ist irrig«, bezogen auf Aussagen Goethes in Gesprächen mit Johann Peter Eckermann.

Auch wenn es nicht im Wortlaut die gesuchte Wendung ist, scheint dies der stichhaltigste Hinweis auf den Ursprung des geflügelten Wortes »Hier irrt Goethe« zu sein, das gegenüber dem Wortlaut bei Düntzer eine leichte Abwandlung erfahren hat.

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