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Auflösungen älterer Preisaufgaben

Neuer Wortschatz zu Speisen und Getränken

(Preisaufgabe aus Heft 5/2008)

In der Preisaufgabe des Heftes 5/2008 hatten wir unsere Leserinnen und Leser dazu aufgefordert, nach neuen Wörtern im Zusammenhang mit Essen und Trinken Ausschau zu halten und sie uns einzusenden. Es erreichten uns zahlreiche Vorschläge. Manche Beispiele dokumentieren die zunehmend internationalisierte Küche. Dies betrifft Varietäten innerhalb des deutschsprachigen Gebiets ‒ so die Einsendung des schweizerischen Wortes Mischtchratzerli in der Bedeutung ›kleines Grillhähnchen/Stubenküken‹ ‒, aber auch Nahrungsmittel, die aus ferneren Teilen der Welt erst in jüngerer Zeit auch in Deutschland bekannt wurden wie Bulgur, Couscous oder Polenta. Daneben gibt es auch rein sprachliche Neuerungen wie etwa im Falle des Wortes Rucola, als Rauke schon lange bekannt, als Rucola auf dem Speiseplan plötzlich wieder sehr populär. Ein ähnliches Phänomen lässt sich beim Weißwein feststellen: Unter dem italienischen Namen Pinot Grigio erfreuen sich Weine einer bestimmten Rebsorte deutlich größerer Beliebtheit als unter der Bezeichnung Grauburgunder.

Interessant sind auch Beispiele, bei denen weder Wort noch Sache neu sind, aber die Kombination von beidem. So ist etwa das Wort Schmand/Schmant bereits im Wörterbuch der Brüder Grimm in den Bedeutungen ›Milchrahm/Sahne‹ sowie ›Schmutz/Schlamm‹ verzeichnet. In dieser zweiten Bedeutung war es einer Einsenderin geläufig, die überrascht war, dass Schmand neuerdings als Molkereiprodukt im Supermarkt angeboten wird. Es handelt sich ‒ und dies wirklich erst in jüngerer Zeit ‒ um ein Sauermilchprodukt, das einen höheren Fettgehalt als saure Sahne hat.

Ein ähnliches Phänomen hat ein anderer Einsender beim Wort Essenz beobachtet, das ihm als philosophischer Begriff vertraut war, vielen Menschen wohl auch noch in der Bedeutung ›konzentrierte [alkoholische] Lösung‹. Eine »Essenz aus Wildtomaten« fiel ihm als eine neue Verwendung des Wortes auf.

Eher in den Bereich moderner Ernährungsgewohnheiten als den Bereich von Nahrungsmitteln fällt das Beispiel »Coffee to go«, also Kaffee zum Mitnehmen, der gehend, etwa auf dem Weg zur Arbeit, konsumiert wird. Auffallend ist bei diesem Beispiel sprachlich vor allem, in welch unterschiedlichen Schreibweisen der Kaffee zum Mitnehmen im Alltag erscheint: Der zweite Bestandteil wird nämlich oft Togo geschrieben, was wohl nicht nur die Einsenderin genau dieser Form eher an das westafrikanische Land als an die Art des Konsumierens erinnerte. Wir danken allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihre Vorschläge. Die Buchpreise wurden verlost. Über einen Gewinn freuen durften sich Dr. Elmar Langenfeld, Annette Ott und Dorothea Weimann.

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07.09.2010, 16 Uhr, Woronesch
Dr. Stephan Walter, Germersheim
Bildungsfrühling, Bologna-Prozess und Europäischer Referenzrahmen. Aktuelle Lexik und die Möglichkeiten ihrer Übersetzung.

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28.09.2010, 19.30 Uhr, Aachen
Prof. Dr. Dr. Georg Schuppener, Leipzig
Die Sprache des aktuellen Rechtsextremismus

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