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Auflösungen älterer Preisaufgaben

Wörter des Jahres 2005

(Preisaufgabe aus Heft 1/2005, S. 39)

Auch dieses Jahr haben wir wieder eine rege Beiteiligung an unserer Jahrespreisaufgabe verzeichnen können und bedanken uns bei allen, die im Laufe des Jahres das Sprachgeschehen in Deutschland mit uns und für uns beobachtet haben.

Bereits zu Beginn des Jahres kamen die ersten Vorschläge, die – verständlicherweise – fast ausnahmslos Tsunami nominiert sehen wollten. Ebenfalls im Januar wurde das später kaum mehr relevante Mautpreller mehrfach vorgeschlagen. Im Laufe des Jahres häuften sich viele auffallend ähnlich aufgemachte (abgesprochene?) Postkarten mit gleichlautenden Vorschlägen – allerdings fast ausnahmslos mit Wörtern, die im allgemeinen Sprachgebrauch und auch mittels Internetrecherche nicht besonders oft nachgewiesen werden konnten und sicher nicht als jahrestypisch bezeichnet werden können. Die meisten anderen eingesandten Belege und Vorschläge stimmen recht deutlich mit den Wörtern überein, die in der Jurysitzung in die engere Auswahl gekommen sind (vgl. die Pressemitteilung) bzw. anschließend im Aufsatz zu den »Wörtern des Jahres« (siehe Der Sprachdienst 1/06) näher beleuchtet worden sind – von Heuschreckenverdacht über Jamaika-Koalition bis zu Vogelgrippe und Sudoku war alles dabei. Auch die Feinstaub-Diskussion lieferte Vorschläge.

Natürlich wurde auch das schließlich ausgewählte Bundeskanzlerin mehrfach genannt, ebenso wie die Wendungen nach Schnittmegen suchen und auf Augenhöhe verhandeln, die demselben Kontext entstammen.

Ein Vorschlag soll an dieser Stelle noch kurz hervorgehoben werden, der unseres Erachtens in der Tat für das Jahr 2005 recht charakteristisch ist, es aber aufgrund einer immer noch eingeschränkten Bekanntheit nicht auf die Top-Ten-Liste geschafft hat: Wiki. Das aus dem Hawaiischen kommende wikiwiki bedeutet so viel wie ›schnell‹ und konnte aus Platzgründen auch im Aufsatz leider nicht näher behandelt werden, hat sich aber im vergangenen Jahr in verschiedenen Zusammensetzungen verbreitet; am bekanntesten ist sicher die schon seit Jahren bestehende Internetenzyklopädie Wikipedia (www.wikipedia.org), das »größte Lexikon der Welt«. Dort kann man unter dem Stichwort Wiki viel Interessantes zum Thema erfahren. Besonders gefreut haben wir uns wieder über die Einsendungen einer Schule aus dem Odenwaldkreis, die sich seit Jahren an unserer Aktion »Wörter des Jahres« mit vielen konstruktiven Vorschlägen (jeweils mit genauer Quellenangabe!) beteiligt. Dem Lehrer Reinhold Nisch und seinen Schülerinnen und Schülern gilt unser herzlicher Dank. Da wir bei unserer Jahrespreisaufgabe nicht diejenigen Einsendungen auswählen, die das letztlich gewählte Wort des Jahres »vorhergesehen« haben (wie sollte man das zu Jahresbeginn auch können?), hat wieder das Los entschieden. Über einen Buchpreis können sich in den nächsten Tagen freuen: Sebastian Heßner, Jörg Krühne und Margret Omlin-Küchler; die letztgenannte Zuschrift kam aus der Schweiz, was uns natürlich besonders freut, denn dort gibt es eine vergleichbare Aktion (die Aldisierung zum Wort des Jahres 2005 gewählt hat).

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11.08.2010, 19 Uhr, Windhoek
Prof. Dr. Ulrich Ammon, Duisburg
Das Welt-Sprachensystem und die internationale Stellung der deutschen Sprache

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30.09.2010, 18.30 Uhr, Luxemburg
Prof. Dr. Jeroen Darquennes, Namur
Europäische Sprachenpolitik: Herausforderungen in- und außerhalb des europäischen Raums

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