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Auflösungen älterer Preisaufgaben

Wörter mit der Vorsilbe un-

(Preisaufgabe aus Heft 6/2008)

In Heft 6/08 hatten wir unsere Leserinnen und Leser aufgefordert, nach Wörtern mit der Vorsilbe un- Ausschau zu halten, zu denen es entweder kein »Gegenwort« ohne die Vorsilbe gibt oder die ohne diese Vorsilbe nicht das Gegenteil bedeuten. Zu dieser Aufgabe erhielten wir zahlreiche Einsendungen mit sehr unterschiedlichen Methoden, die Frage zu beantworten.

Uns erreichten sowohl lange Listen, für die ganze Wörterbücher durchforstet wurden, als auch etwas kürzere mit spontanen Ideen. Manche Zusendungen waren sehr kreativ, einige Mitglieder sandten uns humoristische Geschichten, Steffen Rehm verfasste sogar ein kleines Gedicht mit dem Titel »Fug und Bill«, und einige Leser/-innen unterschieden auch zwischen mehreren Klassen von un-Wörtern:

Zum einen die, zu denen kein gebräuchliches Gegenstück ohne un- existiert wie beispielsweise unwirsch und zum anderen jene, welche ohne un- nicht das Gegenteil bedeuten wie unheimlich. Bei letzterer Gruppe bemerkten einige Leser auch noch, dass eine Präfigierung mit un- nicht zwangsläufig das negative Gegenstück bedeuten muss, sondern dass es eine Unmenge von Beispielen gibt, in der die Vorsilbe eine Steigerung beziehungsweise eine Verstärkung ausdrückt: So wird eine Summe zu einer Unsumme, eine große Masse zu einer Unmasse, höhere Kosten als die geplanten zu Unkosten.

In diese Gruppe von Beispielen gehört nach den Ausführungen von Wendelin Dietzenschmidt wohl auch das Ungetüm, denn er weist darauf hin, dass in der Mundart der Donauschwaben etwas unverhältnismäßig Großes als »Gedääm« bezeichnet werde, was in der Schriftsprache dann wohl dem Getüm entspräche. Eine weitere Funktion von un- ist, eine Abweichung vom »Normalen« auszudrücken, wie etwa beim Unmenschen, beim Unkraut und beim Untier.

Zu den Wörtern, die am häufigsten eingesandt wurden, gehörten bei den Adjektiven unwirsch, unerhört, unbedarft sowie ungestüm. Die Wendung »unverhofft kommt oft« können wir für diese Preisaufgabe nicht bestätigen, es wies eine eher mittelmäßige Häufigkeit auf. Bei den Substantiven führte Unbill (weit vor allen anderen Nennungen) die Liste an.

Über die Buchpreise entschied das Los. Freuen durften sich Elisabeth Kuhnle, Steffen Rehm und Daniel Winkler. Allen Einsenderinnen und Einsendern danken wir für ihre Teilnahme.

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