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Frankfurter Buchmesse 2011

Buchmesse-Spezial

Von Nicola Frank



Am 11. Oktober wurde die 63. Frankfurter Buchmesse eröffnet. Ehrengast in diesem Jahr ist Island.


Wer sich durch den heftigen Wind und die etwas widersprüchlichen Wegbeschreibungen der Messeangestellten den Weg in die Eröffnungsveranstaltung der Frankfurter Buchmesse am 11. Oktober gebahnt hatte, konnte interessante Reden hören. Ehrengast in diesem Jahr ist Island, ein Land, das ohnehin nicht unbedingt für besonders gutes Wetter berühmt ist, eher für die „Aschewolke“, und somit war das Klima in Frankfurt dem Ehrengast durchaus angemessen. Die Veranstaltung war mit zahlreichen illustren Gästen aus Deutschland und Island besetzt. Auffallend war, dass das Thema Urheberrecht und Schutz des geistigen Eigentums bei den deutschen Rednern großen Raum einnahm, nicht zuletzt natürlich wegen des Wahlerfolgs der Piratenpartei in Berlin und deren Positionen in diesem Punkt. Ein weiterer Grund, der nicht explizit angesprochen wurde, dürften die Plagiatsvorwürfe sein, denen sich im vergangenen etliche deutsche Politiker ausgesetzt sahen.

Erster Messetag: Wie gut ist Ihr Deutsch?



Auszug aus Bastian Sick: »Wie gut ist Ihr Deutsch?«

Nicht immer muss Abschreiben und Imitieren ein Vorwurf oder gar ein Grund zur Sanktionierung oder Aberkennung eines akademischen Titels sein. Der Deutschunterricht in der Schule bewertet Wissen, wie es in Nachschlagewerken steht und von Lehrern vermittelt wird. Wer seine Deutschkenntnisse auch lange nach der Schulpflicht gerne in der Art von „Wer wird Millionär“ überprüfen möchte und sich der Multiple-Choice-Auswahl des populären Autors Bastian Sick anvertrauen mag, findet beim Verlag Kiepenheuer & Witsch ein neues Taschenbuch zum Thema.

Wem dies eine etwas zu eingeschränkte Sicht auf die deutsche Sprache ist, dem sei der Paschen Literatur-Salon empfohlen (Halle 3.1 Stand L685), ein Stand, der in diesem Jahr erstmals das Gesamtwerk aller Buchpreiskandidatinnen und -kandidaten ausstellt. Der Preisträger wurde bereits am Montag bekannt gegeben. Eugen Ruge erhielt den Preis für seinen Roman „In Zeiten des abnehmenden Lichts“, einen Text, der die DDR-Zeit zum Thema hat, wie übrigens auffallend viele der nominierten Bücher. Der Literatursalon zeigt allerdings eindrucksvoll, wie breit das Spektrum der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur ist und wie vielfältig auch die Interessen der nominierten Autorinnen und Autoren, so zum Beispiel die Bücher von Judith Schalansky, hier im Bild eine Impression aus „Fraktur, mon amour“, einer Hommage an die Ästhetik der Schrift.

Buchtitel – kurios



Eugen Ruge (Mitte), Deutscher Buchpreis 2011. Aufnahme aus dem Paschen Literatursalon.

Bis jetzt noch nicht entschieden war die Konkurrenz um den kuriosesten Buchtitel des Jahres, einen Preis, der auch bereits seit etlichen Jahren vergeben wird. Auf der Shortlist sind sechs Anwärter:

Die Moldau im Schrank von Nina Maria Marewski
Kaninchen besser verstehen: Verhalten beobachten und Probleme lösen von Christiane Kautz
Tip des Tages: zehn Jahre von Günther „Gunkl“ Paal
Frauen verstehen in sechzig Minuten von Angela Troni
Grün, wild und schmackhaft: Lebendige Nahrung gratis aus der Natur von Marie-Claude Paume
Die literarische Pantomime: Studien zu einer Literaturgattung der Moderne von Hartmut Vollmer


Judith Schalansky: Fraktur, mon amour

Die Entscheidung posten wir morgen in unserem Facebook-Buchmessentagebuch. Außerdem berichten wir den ganzen Tag von Veranstaltungen, Lesungen und interessanten Neuerscheinungen.

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Prof. Dr. Annette Sabban, Hildesheim
Flüchtige Figuriertheit

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Prof. Dr. Horst Dieter Schlosser, Frankfurt am Main
Warum Zeppeline fahren und nicht fliegen
Technische Innovationen im Spiegel der Sprache


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