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Fragen und Antworten

[?] Als Redakteur möchte ich in einer Überschrift das Wort schwarzzumalen verwenden; ich zitiere dabei die Aussage, es sei nicht richtig, die Situation »schwarzzumalen«. Ich weiß, dass man schwarzmalen zusammenschreibt – doch wie ist es, wenn man noch das zu braucht? Eine Kollegin vertritt hier die Getrenntschreibung.

[!] Werden Wörter zusammengeschrieben, so werden sie auch beim Hinzutreten von zu – oder in anderen Fällen ge- – zusammengeschrieben. Dies gilt generell. Die beim Infinitiv auftretende Präposition zu hat also auf die Zusammen- bzw. Getrenntschreibung von sich aus keinen Einfluss. Man denke nur, um im letzten Satz zu bleiben, an zusammenschreiben – manches hat man, im einen wie im anderen Fall, eben »zusammenzuschreiben«.

Gerade bei längeren Verben stellt sich vielfach die Frage, ob die Getrenntschreibung nicht besser sei. Nach der gültigen Regelung (die frühere war nicht anders) heißt es u. a. schwarzarbeiten, schwarzhören, schwarzsehen – das entsprechende Verb schwarzmalen (im Sinne von ›etwas negativ, pessimistisch darstellen‹ kommt hinzu. Die Schreibung schwarzzumalen – obschon sie wegen des zz-Zusammentreffens auf den ersten Blick merkwürdig anmutet – ist völlig berechtigt.

Die aktuellen Rechtschreibbücher führen schwarzmalen in ihrem Wörterteil auf, wobei Die deutsche Rechtschreibung von Wahrig (2006, S. 942) ein Gebrauchsbeispiel gibt, das die Beibehaltung der Zusammenschreibung zwar nicht bei zu, aber bei -ge- demonstriert: »er hat die Zukunft schwarzgemalt«. Im Band 9 des »Dudens«, Richtiges und gutes Deutsch (2007), finden sich in verschiedenem Zusammenhang Schreibbeispiele, die für Ihre Frage herangezogen werden können (Abschnitt »Getrennt- oder Zusammenschreibung«): bergzusteigen, brustzuschwimmen, zusammenzusitzen.

 

Schlagworte: Farben, Phraseologie, Rechtschreibung, Zusammen- und Getrenntschreibung

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