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Fragen und Antworten

[?] Ich las neulich das Fremdwort Metrosexuelle und kann damit gar nichts anfangen. Können Sie mir helfen?

[!] Wir haben vor drei Jahren den Ausdruck metrosexuell registriert, und mein Kollege Lutz Kuntzsch hat sich im Zusammenhang mit den »Wörtern des Jahres 2003« kurz damit befasst. Siehe Der Sprachdienst, Heft 1/2004, S. 18.

Der neue Rechtschreibduden (2004) hat das Wort aufgenommen: »als heterosexueller Mann bestimmte, sonst eher als feminin angesehene Interessen kultivierend«.

Der Online-Enzyklopädie Wikipedia konnte ich diese Passage entnehmen: »Der Begriff Metrosexualität wurde 1994 erstmals vom britischen Journalisten Mark Simpson publiziert. Aus metropolitan und heterosexual zusammengesetzt bezeichnet die Metrosexualität weniger eine sexuelle Ausrichtung als einen extravaganten Lebensstil, der keinen Wert auf Kategorisierung in ein Rollenbild legt.«

Der Definition nach lassen metrosexuelle Männer auch die feminine Seite ihrer Persönlichkeit zu und zeigen nach außen hin auch Verhaltensweisen, die bis dato eher dem Lebensstil von Frauen oder dem homosexueller Männer zugeordnet wurden. So besuchen sie zum Beispiel oft einen Friseur und lassen sich dabei auch ausgefallene Frisuren machen. Sie gehen zur Pediküre und Maniküre und geben viel Geld für Mode und Kosmetik aus. Metrosexuelle Männer tragen unter Umständen auch Röcke oder andere Kleidungsstücke, die für Männer bisher als unangebracht galten. Sie sind eine wichtige Zielgruppe für die Mode- und Kosmetikindustrie.

Berühmte Metrosexuelle sind David Beckham, Brad Pitt, George Clooney, Robbie Williams und Ian Thorpe.

 

Schlagworte: Neologismus, Semantik

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