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Fragen und Antworten

[?] Da man heute ja allgemein so weit wie möglich die weiblichen Berufsbezeichnungen verwenden soll: Wie lautet denn die weibliche Form von Syndikus? Gibt es hier schon einen geeigneten Ausdruck?

[!] Ja, durchaus. Da Syndikus auf das Lateinische zurückgeht und in dieser Sprache den männlichen Wortformen auf -us weibliche auf -a entsprechen – vgl. z. B. Sozius und Sozia –, käme nicht, wie üblich, eine Variante auf -in, sondern eben Syndika in Betracht. Etliche seriöse Belege für das Vorkommen dieser femininen Berufsbezeichnung sind über das Internet leicht zugänglich; so gibt es etwa an der Universität Düsseldorf eine Lehrbeauftragte, die Leitende Syndika ist, in Oldenburg firmiert eine Rechtsanwältin als Syndika usw., und auch in der juristischen Fachliteratur begegnet einem dieser relativ neue Ausdruck.

Diese weibliche Form der traditionellen Berufsbezeichnung hat sich also schon etabliert, was heutzutage nicht verwunderlich ist. Sinnvollerweise haben die 23. Ausgabe des Rechtschreib-Dudens (2004) sowie das Deutsche Universalwörterbuch (Dudenverlag, 6. Auflage, 2007) Syndika als Stichwort aufgenommen.

 

Schlagworte: Fremdwort, Gender, geschlechtergerechte Sprache, Grammatik, Rechtschreibung, Sprachwandel, Wortbildung

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