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Fragen und Antworten

[?] Wir sind uns hier im Ministerium nicht einig, wie Troika auszusprechen ist; dieser Ausdruck wird heute auch in Bezug auf die EU öfter gebraucht. In unserem Wörterbuch werden zwei Möglichkeiten angegeben.

[!] Troika kommt aus dem Russischen und bezeichnete ursprünglich das Dreigespann, auch einen Schlitten, von drei Pferden gezogen, den ›Dreispänner‹. Später wurde das Wort auch auf drei Personen bezogen, besonders in der Politik, die eine gemeinsame Arbeits- oder Führungsaufgabe haben, ein »Trio« sozusagen (schon nach Lenins Tod, 1924, hatte Stalin mit Kamenew und Sinowjew eine Troika gegen Trotzkij gebildet).

Die Aussprache wurde früher, das heißt in den Fremdwörterbüchern des 19. Jahrhunderts unterschiedlich angegeben, nach dem russischen Muster mit Verschmelzung der Vokale, vereinfacht wiedergegeben: troyka, ähnlich wie Boykott, aber auch mit Trennung der Vokale wie z. B. in Eroica, heroisch, stoisch, also etwa tro-ika.

Das noch in den sechziger Jahren als verbindlich angesehene Wörterbuch Deutsche Aussprache in der Tradition von Theodor Siebs verzeichnete 1969 nur die Version troyka, danach allerdings – zu nennen sind das Aussprachewörterbuch der Dudenredaktion (1974) oder das Wörterbuch der deutschen Aussprache aus Leipzig (1982) – werden (wieder) beide Versionen als angemessen und richtig aufgeführt: troyka, auch tro-ika, und dies gilt auch heute. Wer die Herleitung des Wortes aus dem Russischen bedenkt, wird troyka sagen.

 

Schlagworte: Aussprache, Etymologie, Fremdwort

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